DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist

01-03-2026 17:30
SXEU31 DWAV 011800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 01.03.2026 um 18 UTC


SCHLAGZEILE:
Überwiegend Hochdruckeinfluss und keine markanten Wettererscheinungen.

Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
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Aktuell ... In der Nacht zum Montag kommt die Warmfront des Tiefs südöstlich von
Island etwa bis Dänemark voran und streift mit dichter Bewölkung und etwas Regen
den Norden Deutschlands. Auch im äußersten Südosten halten sich noch Restwolken
eines kleinen Cut-Off-Tiefs über den Zentralalpen, das sich aus dem nunmehr über
Polen liegenden Trog abgetrennt hat. Dazwischen verläuft die Nacht zunächst
gering bewölkt oder klar. Vor allem im Süden und in Mittelgebirgstälern ist die
Nebelneigung aber recht groß. Darüber hinaus muss von der Lausitz bis nach
Baden-Württemberg und zur Pfalz mit leichtem Frost gerechnet werden. Der Wind
ist nur im Nordwesten deutlich spürbar und dreht auf Süd bis Ost.

Montag ... gelangt Deutschland von Westen unter die Achse des Höhenrückens, der
sich noch weiter kräftigt, so dass sich im Norden ein abgeschlossenes Höhenhoch
bildet. Im Bodendruckfeld bleibt weiter das Hoch IACKL wetterbestimmend, dessen
Schwerpunkt nun von Tschechien bis in die Ukraine und nach Rumänien reicht mit
einem Keil, der nach Südostdeutschland weist. Somit erwartet uns nach teils
zögernder Nebelauflösung in weiten Landesteilen ein sonniger Tag. Etwas mehr
Wolken halten sich noch im Bereich der ostwärts abziehenden Warmfront im
Nordosten, vor allem am Vormittag kann es noch vereinzelt etwas regnen. Im Süden
beginnt der Tag vor allem im Donauraum mit dichten Nebelfeldern, die sich teils
nur sehr zögernd auflösen. Am Nachmittag sollte sich aber auch dort weitgehend
die Sonne durchgesetzt haben.
Nicht unerwähnt bleiben sollte unser oben erwähntes Cut-Off-Tief, das sich über
die Alpen hinweg ostwärts bewegt. Eventuell reicht die Hebung sogar aus, um im
Alpenraum den ein oder anderen schwachen Schauer auszulösen.
An der Westflanke des Hochs kommt wieder die Advektion warmer Luftmassen in
Gang. So erwarten uns häufig sehr milde Höchstwerte zwischen 15 und 18 Grad. Bei
zäherem Nebel im Süden und bei den dichteren Wolken im Nordosten liegen die
Höchstwerte zwischen 11 und 14 Grad.

In der Nacht zum Dienstag kann sich der Hochdruckeinfluss hierzulande weiter
stärken. Zudem baut sich ausgehend von IACKL eine Hochdruckbrücke auf, die über
den Nordwesten Deutschlands und die Britischen Inseln verläuft und schließlich
Verbindung zu dem Azorenhoch aufnimmt. Somit gestaltet sich die Nacht ruhig und
neben ein paar hohen Wolkenfeldern im Osten und Nordosten auch vielfach klar. Im
Süden bilden sich vor allem im Bereich der Flussniederungen später wieder
Nebelfelder. In der Südosthälfte gibt es häufig leichten Frost, mit Bodenfrost
muss abgesehen vom äußersten Westen und Nordwesten fast überall gerechnet
werden.

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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC

Dienstag ... Die Aussagen vom Frühbericht haben Bestand. Im Hinblick auf das
Warnmanagement ergeben sich keine Änderungen.



Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle haben sich bezüglich der Wolkenprognose ganz im Norden in der Nacht
zum Mittwoch angeglichen. Nun berechnet auch ICON-EU (wie zuvor schon IFS und
GFS sowie UK10) in Schleswig-Holstein Bewölkungsrückgang mit Frostgefahr hinter
der schwachen Kaltfront des zu den Lofoten ziehenden Tiefs.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf Pels Leusden